Modelle schaffen Wissen und kommunizieren Ideen dreidimensional.

Modell+Design Berlin

Seminare aktuell

Winter ’20/’21

Science Gallery – Cohesion

Zeitplan:
November 2020 – Februar 2021: Konzeptphase, Input durch Vorträge, Workshops und Exkursionen, Zwischenpräsentation der Konzepte 15. Februar 2021, Kompakt-Workshop 1. März – 12. März 2021, Mo – Fr, täglich 10 – 18 Uhr
DozentInnen:
Annette Müller, Robert Niemann, Burkhard Lüdtke
Anmeldung:
per Mail bis 31.10.2020 an: info@modellunddesign.de
Studiengänge:
vorzugsweise Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Design, Grafikdesign und Kunst
Credits:
Wahlfach, 6-9 ECTS
TeilnehmerInnen:
maximal 12
Ort:
TU Berlin (am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum), Ackerstrasse 76, 13355 Berlin

Das Thema

Science Gallery ist ein internationales Netzwerk dessen Konzept sich mit der Entwicklung von Organisations- von Kommunikationsmethoden in der Interaktion zwischen Wissenschaft und Kunst und deren Umsetzung in Form von Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Citizen Science beschäftigt.

Im Jahr 2021 wird die TU Berlin als neues Mitglied des Science Gallery Netzwerkes mit einer ersten Ausstellung zum Thema cohesion starten. Bis zur Fertigstellung der Räumlichkeiten für die Science Gallery sollen verschiedene Orte temporär in Form von Pop-up Ausstellungen, Workshops, Veranstaltungen, Vorträgen und Gesprächen auf dem Campus Charlottenburg bespielt werden.

In einem Seminar sollen potentielle Orte für die Science Gallery lokalisiert und Konzepte, Aussellungsdesign und interaktive Exponate zum Thema cohesion entwickelt werden.

Cohesion beschäftigt sich mit den Themen: sozialer Zusammenhalt, Vermittlung, dem Verhältnis von Teilen zum Ganzen, innovativen künstlerischen Techniken und Wissenschaftsphilosophie.

Es sollen sowohl analoge als auch digitale Formate für Ausstellungen entwickelt werden.

Einen detaillierten Zeitplan versenden wir nach Anmeldeschluss.

Foto: Mirror Matter by Emilija Škarnulyté. Science Gallery London, 2019

News

Anything Goes?

Ausstellung in der Berlinischen Galerie 17.3. – 16.8.21

Berliner Architekturen der 1980er Jahre – begreifbar für alle

Anlässlich der Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ fand im Sommersemester 2020 an der TU Berlin die Lehrveranstaltung „Berliner Architekturen der 1980er Jahre – begreifbar für alle“ statt. In einem Blockseminar wurden Gestaltungsschwerpunkte der Architektur und des Städtebaus in den 1980er Jahren in Ost- und West-Berlin behandelt. An den Veranstaltungen, unter Leitung von Annette Müller und Robert Niemann, haben 25 Student*innen der Fachrichtungen Architektur und Bühnenbild_Szenischer Raum teilgenommen.

Ziel

Im Fokus stand die Suche nach Möglichkeiten, durch Modelle und Objekte allen Museumsbesucher*innen das Baugeschehen in beiden Teilen Berlins der 1980er Jahren näher zu bringen. Vor allem blinden und sehbehinderten Personen soll das Angebot den Zugang zu einzelnen Aspekten der Architektur und des Städtebaus verschaffen.

Konzeption

Es entstanden sieben thematisch sehr unterschiedliche inklusive Konzepte für Tastmodelle. Wie kommt etwa John Hejduk von der Skizze eines Fuchses zum Architekturentwurf des Kreuzberg Towers? Auch multisensorische Stationen wurden erarbeitet, die räumliche Erfahrungen zu den Orten Tegeler Hafen, Nikolaiviertel und Friedrichstadt-Palast vermitteln. Eine Skulptur aus prägnanten Elementen postmoderner Architektur eröffnete einen spielerisch-künstlerischen Zugang zum Thema.

Die Konzepte waren im weiteren Verlauf Grundlage für die Entwicklung von Arbeitsmodellen. Diese wurden in einer Präsentation den Projektbeteiligten, von der Museumsleitung bis zu den späteren Nutzer*innen, vorgestellt. Sie diskutierten anhand der Beispiele, was für die Ausstellung realisiert werden soll. Um die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Menschen einfließen zu lassen, waren Selbstvertreter*innen in den Entscheidungsprozess eingebunden.

Umsetzung

Nach der Präsentation wurden fünf Konzepte ausgewählt und unter Einbezug der Hauptfokusgruppe partizipativ umgesetzt:

  • Rückkehr zum „Berliner Block“
  • Nikolaiviertel – Rückbezug auf die Geschichte
  • Zitate aus der Geschichte
  • Vielfalt in der Einheit
  • Mutter-Kind-gerechte Wohnungen

In dem Kooperationsprojekt ging es auch um die Sensibilisierung von Studierenden. Sie hatten die Gelegenheit, in dem Projekt das Konzept des Design for all in der Praxis kennen zu lernen und dieses als selbstverständliche Gestaltungs- und Planungsaufgabe zu verstehen

Modell Zitate aus der Geschichte, Malte Knipping, Foto: © Roman März 

In der Ausstellung

In der Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ ermöglichen die Tastmodelle allen Besucher*innen ein multisensorisches Erlebnis. Sie vermitteln wesentliche Stadt- und Baukonzepte der 1980er Jahre. Hintergrundinformationen dazu können über das eigene Smartphone abgerufen werden. Ein Screenreader ermöglicht das Vorlesen der Texte. Aufmerksamkeitsfelder auf dem Boden weisen auf die Stationen hin. Darüber hinaus liegen alle Ausstellungstexte als Broschüre in Großdruck aus. Tastführungen mit Beschreibungen der Bauten, Audiobeispielen und Interviews ergänzen das Angebot.

Ein Projekt der Berlinischen Galerie in Kooperation mit Modell+Design, Technische Universität Berlin

Link zur Kooperation auf der Webseite der Berlinischen Galerie

Pressemitteilung

1. Preis competitionline campus 2021

in der Kategorie Fakultätsprojekte

Wir freuen uns sehr, dass unser Kooperationsprojekt “Mikrowohnen barrierefrei” beim diesjährigen Wettbewerb von competetionline campus 2021 den 1. Preis in der Kategorie Fakultätsprojekte belegt hat und danken hiermit allen Projektbeteiligten und unseren Studierenden für die gemeinsame Projektarbeit. Ganz besonderer Dank gilt Ingeborg Stude und Maike Pischke von der Koordinationsstelle Barrierefreies Planen und Bauen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin sowie den Zentralwerkstätten der TU Berlin, ohne deren Engagement eine Realisierung nicht möglich gewesen wäre.

Link zum Artikel auf der Webseite von competitionline

Digitaler Ausstellungsrundgang

Wie groß ist die kleinstmögliche barrierefreie Wohneinheit?

Dies war die Frage eines Seminars an der Technischen Universität Berlin im Fach Modell+Design. Ziel war es, Barrierefreiheit als selbstverständliche Bauaufgabe zu forcieren, Studierende zu sensibilisieren und deren Bewusstseinsbildung für das Thema Barrierefreiheit zu erreichen und dabei gleichzeitig die Notwendigkeit von Diversität und Flexibilität vor allem im Wohnungsbau hervorzuheben.

Steigende Immobilien- und Mietpreise, ein Anwachsen an Single-Haushalten und eine zunehmende Zahl älterer Menschen sind nicht nur in Berlin Faktoren, die von Planenden und Bauenden neue Lösungsansätze fordern. Im Seminar wurde der integrative Ansatz von Co-Living-Angeboten von den Studierenden herausgearbeitet und in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Hochschule Luzern und dem Fachgebiet Bauökonomie der Technischen Universität Berlin weiter untersucht.

Entstanden sind zehn sehr unterschiedliche Ansätze für ein berlintypisches Wohngebäude in Modellen und Bildern. Eine im Seminar entwickelte barrierefreie Wohneinheit im Maßstab 1:1 bildet den Kern der Ausstellung. Diese wurde von der Zentralwerkstatt der Technischen Universität Berlin gebaut, ist Objektträger für alle Modelle und Pläne und selbst Ausstellungsexponat.