Modelle schaffen Wissen und kommunizieren Ideen dreidimensional.

Modell+Design Berlin

Seminare aktuell

Winter ’21/’22

Wissenspfade – Transdisziplinärer Ideenworkshop

Achtung Terminverschiebung!

Zeitraum:
voraussichtlich 21. Februar – 04. März 2022, Mo – Fr, täglich 10 – 18 Uhr
Dozent:innen:
Annette Müller, Robert Niemann
Anmeldung:
Studiengänge:
vorzugsweise Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Design, Grafikdesign und Kunst – Studierende anderer Hochschulen sind willkommen
Credits:
Wahlfach, 6 ECTS
Ort:
TU Berlin (am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum), Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Anmeldeschluss:
31.01.2022

Das Thema

Für das GRW Projekt “Pavillon & Wissenspfade” sollen in einem Ideenworkshop Konzepte und gestalterische Lösungsansätze anhand von Modellen entwickelt werden.

Dabei sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden. 

Was können “Wissenspfade” sein,

Wo verlaufen sie lang und

Wie stellen sie sich dar?

Der (Süd)Campus der TU Berlin und UdK soll touristisch und in Richtung Zivilgesellschaft geöffnet werden.

Kunstwerke, Architekturen, Sammlungen, Reallabore und weitere Points of Interest sollen Geschichten über die TU und den Campus erzählen, zum Mitmachen und Entdecken einladen und informieren. Gleichzeitig sollen sie leiten und Orientierung geben. Der Campus soll durch Grünflächen, Aktivitäts- und Sportangebote sowie Kommunikations- und Entdeckungsräume erlebbar gemacht werden und so eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen. 

Digitale Anwendungen (Campus App, VR, AR, Mixed Realilty & Gamification) sollen in der Gesamtplanung ebenso mitbedacht werden, sowie die auf dem Südcampus befindliche UdK und die Zugänglichkeit vom umliegenden Stadtraum.

Stadtgesellschaft, Universitätsverwaltung und Expert:innen verschiedener Fachrichtungen sollen transdisziplinär-partizipativ die Entwicklung der Konzepte und Ideen begleiten. Bisherige Planungen und relevante Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Verkehr/Mobilität, Denkmalschutz und Design for All sollen dabei von Anfang an in die Entwürfe einfließen.

News

Berlin – Design for all

Kommunikationsdesign Publikation “Öffentlich zugängliche Gebäude”

In Kooperation von Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und TU Berlin, wurden in einem 2-jährigen Prozess die Richtlinien zum Design for all in Berlins öffentlich zugänglichen Gebäuden auf den neuesten Wissensstand gebracht und das Kommunikationsdesign dahingehend weiter entwickelt. Dabei sind spannende neue Themen wie Digitalität und Kognition in die Broschüre mit eingeflossen.

Die Broschüre soll Planer:innen dazu anregen, Design for all als Zukunftsthema in ihrem Gestaltungsalltag von Anfang an mitzudenken. 

Grafik: Cover der Broschüre

Die Broschüre befindet sich in einer Evaluationsphase und wird voraussichtlich im Frühjahr `22 veröffentlicht und gedruckt. Hier ist Sie vorab schon als digitales barrierefreies Dokument einsehbar. Wir freuen uns über Anregungen und Kritik.

Grafik: Leiten durch Materialität

Anything Goes?

Ausstellung in der Berlinischen Galerie 17.3. – 16.8.21

Berliner Architekturen der 1980er Jahre – begreifbar für alle

Anlässlich der Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ fand im Sommersemester 2020 an der TU Berlin die Lehrveranstaltung „Berliner Architekturen der 1980er Jahre – begreifbar für alle“ statt. In einem Blockseminar wurden Gestaltungsschwerpunkte der Architektur und des Städtebaus in den 1980er Jahren in Ost- und West-Berlin behandelt. An den Veranstaltungen, unter Leitung von Annette Müller und Robert Niemann, haben 25 Student:innen der Fachrichtungen Architektur und Bühnenbild_Szenischer Raum teilgenommen.

Ziel

Im Fokus stand die Suche nach Möglichkeiten, durch Modelle und Objekte allen Museumsbesucher:innen das Baugeschehen in beiden Teilen Berlins der 1980er Jahren näher zu bringen. Vor allem blinden und sehbehinderten Personen soll das Angebot den Zugang zu einzelnen Aspekten der Architektur und des Städtebaus verschaffen.

Konzeption

Es entstanden sieben thematisch sehr unterschiedliche inklusive Konzepte für Tastmodelle. Wie kommt etwa John Hejduk von der Skizze eines Fuchses zum Architekturentwurf des Kreuzberg Towers? Auch multisensorische Stationen wurden erarbeitet, die räumliche Erfahrungen zu den Orten Tegeler Hafen, Nikolaiviertel und Friedrichstadt-Palast vermitteln. Eine Skulptur aus prägnanten Elementen postmoderner Architektur eröffnete einen spielerisch-künstlerischen Zugang zum Thema.

Die Konzepte waren im weiteren Verlauf Grundlage für die Entwicklung von Arbeitsmodellen. Diese wurden in einer Präsentation den Projektbeteiligten, von der Museumsleitung bis zu den späteren Nutzer:innen, vorgestellt. Sie diskutierten anhand der Beispiele, was für die Ausstellung realisiert werden soll. Um die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Menschen einfließen zu lassen, waren Selbstvertreter:innen in den Entscheidungsprozess eingebunden.

Umsetzung

Nach der Präsentation wurden fünf Konzepte ausgewählt und unter Einbezug der Hauptfokusgruppe partizipativ umgesetzt:

  • Rückkehr zum „Berliner Block“
  • Nikolaiviertel – Rückbezug auf die Geschichte
  • Zitate aus der Geschichte
  • Vielfalt in der Einheit
  • Mutter-Kind-gerechte Wohnungen

In dem Kooperationsprojekt ging es auch um die Sensibilisierung von Studierenden. Sie hatten die Gelegenheit, in dem Projekt das Konzept des Design for all in der Praxis kennen zu lernen und dieses als selbstverständliche Gestaltungs- und Planungsaufgabe zu verstehen

Modell Zitate aus der Geschichte, Malte Knipping, Foto: © Roman März 

In der Ausstellung

In der Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ ermöglichen die Tastmodelle allen Besucher:innen ein multisensorisches Erlebnis. Sie vermitteln wesentliche Stadt- und Baukonzepte der 1980er Jahre. Hintergrundinformationen dazu können über das eigene Smartphone abgerufen werden. Ein Screenreader ermöglicht das Vorlesen der Texte. Aufmerksamkeitsfelder auf dem Boden weisen auf die Stationen hin. Darüber hinaus liegen alle Ausstellungstexte als Broschüre in Großdruck aus. Tastführungen mit Beschreibungen der Bauten, Audiobeispielen und Interviews ergänzen das Angebot.

Ein Projekt der Berlinischen Galerie in Kooperation mit Modell+Design, Technische Universität Berlin

Link zur Kooperation auf der Webseite der Berlinischen Galerie

Pressemitteilung