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*** Sprechstunde Mittwoch 11-13 Uhr Raum A001 Architekturgebäude. In dieser Zeit sind persönlicher Beratungen zu Entwurfs-, Bachelor- und Masterarbeiten möglich. Bescheinigungen sowie Informationen zu Punkten/Noten sind ebenfalls zu dieser Zeit erhältlich. ***

*** Informationen zu den aktuellen Seminaren und Termine für Rücksprachen sind dem Aushang am Raum A001 im Architekturgebäude am Ernst-Reuter Platz zu entnehmen ***

Aktuell:

"Gold Award" (Category: Public Space) in IAUD Award 2015

Das "Sprechende Stadtmodell" wurde im Oktober 2015 mit dem "Gold Award" der International Association for Universial Design ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird im März 2016 stattfinden.

Funktionsshema "Sprechendes Stadtmodell"

Seminar Konzeptentwicklung für die ehemalige Zigarettenfabrik Reemtsma

Das bis Mitte 2012 von der Firma Reemtsma genutzte Gelände mit einer Größe von 73,595m² wurde im Jahre 1959 mit der Einführung der Marke Peter Stuyvesant eröffnet. Es befindet sich in Berlin Schmargendorf unmittelbar an der Stadtautobahn A100.

Im Seminar des Fachs Modell+Design entstanden 17 Ideen zu Nutzungskonzepten für die ehemalige Zigarettenfabrik.

Das Vorhaben der Wohnkompanie, dem alten Reemtsma-Gelände ein neues "Leben" einhauchen zu wollen, war für mein Team und mich eine willkommene Abwechslung zum Universitätsalltag und eine ideale Aufgabe, bei der die Studierenden die scheinbar architektonische Realität "verantwortungsvoll" erfahren durften.

Im Mittelpunkt standen die Auseinandersetzung mit dem Bestand und die Suche nach Form und Funktion. Gefragt waren "einzigartige" Ideen, funktionale Konzepte, aber genauso Visionen, unrealistische Fiktionen und "Luftschlösser"

Ziel des Seminars war es, Impulse für die Planung auf dem ehemaligen Reemtsma-Gelände zu setzen. Das Besondere für die Studierenden war die Suche nach Gestaltungsmöglichkeiten in der Fabrik selbst. In diesem nicht alltäglichen Rahmen entwickelten die Studierenden anhand von Skizzen und Arbeitsmodellen ihre ersten dreidimensionalen Gedanken. Die Gastfreundschaft seitens der WOHNKOMPANIE mit z.B. täglichem Catering machte dieses Seminar an den ersten 3 Tagen für Studierende und Lehrende zusätzlich zu etwas Besonderem.

Ab dem vierten Tag wurde in den Seminarräumen der TU bei Keksen, Kaffee und Kicker weitergearbeitet. In dieser scheinbar "beschwerlicheren" Phase wurden die Ideen und Konzepte konkretisiert. Unter kommunikativen und gestalterischen Gesichtspunkten wurden technische Zeichnungen, Renderings und vor allem Präsentationsmodelle erarbeitet.

Foto: Führung durch das Gelände - Stefan Allner (Geschäftsführer von DIE WOHNKOMPANIE) mit den Studierenden auf dem Dach der ehemaligen Reemtsma-FabrikFoto: Führung durch das Gelände - Stefan Allner (Geschäftsführer von DIE WOHNKOMPANIE) mit den Studierenden auf dem Dach der ehemaligen Reemtsma-Fabrik

 

Entwurfsbeispiel 01

ZENTRUM FÜR ÖKOLOGISCHE UND URBANE LANDWIRTSCHAFT - IDEENENTWURF ZUR NUTZUNG DER EHEMALIGEN ZIGARETTENFABRIK REEMSTMA IN BERLIN-SCHMARGENDORF

Julius Fittkau, Korbinian Huber und Caspar Kollmeyer

Die zwei Hallensysteme im unteren Geschoss und Erdgeschoss sollen zum Verkauf und Präsentation von landwirtschaftlichen Erzeugnissen genutzt werden. Durch die hervorragende Anbindung an Autobahn und öffentliche Verkehrsmittel steigt der Anreiz für Produzenten, Verkäufer, Interessierte und Kunden, das Zentrum zu besuchen. Dem unteren Geschoss ist eine konventionelle Supermarktssituation zugedacht, ohne viel Außenlicht und mit ausreichend Platz für Regale und Lagerflächen mit hohem ökonomische Potential. Das Erdgeschoss wird eine offene Verkaufsläche, mit Marktständen und Buden, in denen zum einen Bauern aus der berliner Umgebung ihre Sachen anbieten und über ihre Produkte informieren können, zum anderen Kleinstbauern aus den angrenzenden Schrebergärten und urbane Farmer ihre Erzeugnisse verkaufen und ihre Anbautechniken vermitteln können.

Visualisierung von Terassen aus Holz und Bepflanzung auf dem DachVisualisierung

Damit die Erdgeschosshallen mit ausreichen Licht versorgt werden und eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten als ein herkömmlicher Supermarkt, werden in die Dachflächen zweimal Öffnungen geschnitten, die desweiteren das Erdgeschoss und die Dachfläche verbinden. Dies geschieht mithilfe einer Terrassierung, die sich vom Erdgeschoss hochzieht aufs Dach und dann weiter über die weiteren höher gelegenen Dachflächen. Somit entsteht ein Räumliches Kontinuum wodurch der Besucher die gesamten Flächen des Areals erschließen kann. Die entstandenen Terrassen dienen gemeinsam mit den Dachflächen als Anbaufläche für heimisches Gemüse und Obst und kann sogar stellenweise als Weidefläche genutzt werden, für beispielsweise Ziegen und Kühe. Diese bäuerliche Ku(h)lisse kann von berliner Schulklasen und anderen interessierten Hobbygärtnern besucht werden um sich zu informieren aber auch um selbst Wissen teilweise weiterzugeben.

Foto: Modell aus Beton mit braunem MDF der TerassierungModell

 

Entwurfsbeispiel 02

FourSeasons - SPORT- UND ERHOLUNGSPARK

Eve Neumann, Lysann Geller, Merve Heiligers und Sema Arnold

Der "FourSeasons" Park ist eine Kombination unterschiedlichster Attraktionen – die beste Gelegenheit für einen Wochenendtrip oder Tagestrip mit der Familie. Er bietet alles: von Wintersport bis Strandurlaub, für Sportbegeisterte und Wellness-Fans.

Das Highlight des FourSeasons ist die Skihalle, die quer über das gesamte Gelände führt. Mit 100m Höhe und einer Breite von 60m bietet sie ausreichend Platz für Skiliebhaber, egal ob im Sommer oder im Winter.

Lageplan mit Kletterhalle, Tropen- und Wellnesshalle, Lagerhalle, Wasser- und Strandsport, Skihalle, Kinderparadies, Eingang/Klassen/Verwaltung/Verleih und Hotelturm - Außen- und Innenraumperspektive Skischanze und TropenhalleLageplan und Visualisierungen

Auch für Bergsteiger und Wassersportler bietet der "FourSeasons" Park eine schöne Alternative für den Urlaub. In der Kletterhalle findet man neben einem weitläufigen Kletterwald auch künstliche Klippen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Auch die Wassersporthalle bietet mit Wasserski, Wakeboard oder einfachem Schwimmen ein abwechslungsreiches Angebot. Sollte einem Teil der Familie mal nicht der Sinn nach Sport stehen, kann er sich in der zentral gelegenen Tropenhalle im Wasser treiben lassen, einen Cocktail genießen oder sich im Wellness-Bereich verwöhnen lassen, während die Kinder den Tag mit ihren Altersgenossen in der Kinderhalle verbringen können. In jeder dieser Hallen kann man sich weiterhin kulinarisch verwöhnen lassen, natürlich passend zum Thema der Halle.

Damit der "Jahresurlaub" nicht nur ein kurzer Genuss bleiben muss, befindet sich auf dem Parkgelände eine großzügige Hotelanlage, von der aus man den gesamten Park überblicken kann. So steht einem gemeinsamen Urlaub nichts mehr im Wege und es ist für jeden das Richtige dabei.

Modellfoto der Skihalle/Abfahrt (weiß) und Tropenhalle in der Mittel (blau)Modell

 

Entwurfsbeispiel 03

SCHMARGENDORF IT

Benjamin Schaad und Kristof Schlüßler

Das Stützenraster als vorhandene Qualität wird erhalten. Um die Kubatur einheitlich zu gestalten, stehen die mehrgeschossigen Baukörper zum Abriss. Die Fassade wird ringsherum geschlossen und begrünt. Um die enorme Fläche zu gliedern und zu belichten, öffnen wir das Dach stellenweise mit Patios. Diese bieten eine natürliche Belichtung, Belüftung und einen Bezugspunkt zum Außenraum.

Berlin als Startup-Standort hat einen Bedarf an Serverstellplätzen. Diese sind ein Teil des Konzeptes für die Halle. Das konventionelle Server Hosting wird um ein Server Housing ergänzt. Mieter kümmern sich selber um Wartung und Installation.

Visualisierung des Innenraumes mit Serverplätzen und Urban GardeningVisualisierung Inneraum

Als Zwischennutzung schlagen wir Urban Gardening vor, das wenig Anforderungen an die technische Ausstattung stellt und flexibel bei Veränderungen ist.Büroräume entlang der Patios können an IT-Startups vermietet werden. Die gute Anbindung an das Stromnetz durch die Nähe zum Kraftwerk Wilmersdorf ist die Voraussetzung für die Serverfarm. Um die entstehende Abwärme der Server zu nutzen und einen Ort für die Gemeinschaft des Quartiers zu schaffen, entwickelt der Entwurf die Idee eines Thermalbads an der Mecklenburgischen Straße. Das Thermalbad gibt dem Quartier einen Ort der Besinnung und Ruhe.

Visualisierung des ThermalbadesVisualiseirung: Thermalbad
Modell der gesamten Anlage in BetonModell

Hospiz Mahlow & Seniorenwohngemeinschaft und Tagespflege Gallwitzallee

"Es gibt keine sensiblere Aufgabe als die Gestaltung eines Hospizes."

HOSPIZ und TAGESPFLEGE

Zwei realistische Entwurfsaufgaben für Umbaumaßnahmen in Kooperation mit "Deta-Med - Kulturspezifische Krankenpflege", Nare Yesilyurt. 50 Studierende (von 250 Bewerbern) nahmen an diesem Seminar teil. Wohlwissend, dass es sich hierbei um keine spektakuläre Freizeit-, Bildungs- oder Unterhaltungsarchitektur handelt, nahmen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese außergewöhnliche Herausforderungen an. Für den Umbau einer ehemaligen Poliklinik in Mahlow zu einem Hospiz entstanden 11 Entwurfsvorschläge in Modell und Bild, für die Tagespflege mit Seniorenwohngemeinschaft in der Gallwitzallee wurden 9 Entwürfe erstellt.

HOSPIZ MAHLOW

ÄSTHETIK-FUNKTION

Unter Berücksichtigung ästhetischer und funktioneller Ansprüche versuchten wir folgende Bereiche in Einklang zu bringen.
-Zweigeschossiger Gebäudeteil (Versorgung)
-Eingeschossiger Gebäudeteil (Wohnungen und Patienten)
-Außenbereich (Garten, Terrasse, Wald, Wege usw.)

Visulalisierung des Gebäudes mit UmgebungAußenraumperspektive Entwurfsbeispiel von Flavia Biianu, Samuel Reichl, Hanno Schröder, Kim Gundlach
LICHT UND NATUR

Bei der Entwicklung und Suche nach Raumstrukturen war uns die Öffnung zu Tages- und Sonnenlicht besonders wichtig. Der Wunsch nach natürlicher Beleuchtung bestimmte in erster Linie die Strukturen der Fassaden. Fenster, Türen und Oberlichter sollten die Architektur nach Außen öffnen, und nach Innen belichten. Die natürliche Belichtung bestimmte die gesamte Gestaltung des Innen- und Außenraumes und wird den Patienten ein großes Spektrum an sinnlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten bieten. z.B.: Weite und Ferne, Licht und Natur, Tag und Nacht, Garten- und Waldluft (Klima), Mond und Sterne, Ruhe und Unterhaltung ...

Natur und Künstlichkeit eine scheinbare Polarität – sie bilden im richtigen Verhältnis die Atmosphäre. Für die Gestaltung eines Hospizes sollten unter Anderem folgende ideelle Inhalte beachtet werden: Harmonie, Ruhe, Klima, Geborgenheit, Sicherheit, Hoffnung, Liebe, Glaube. Ergänzt wird die durch das Umfeld geprägte natürliche Stimmung durch die künstlichen Stimmungen der Innenraumgestaltung. Diese ist ein weiteres besonderes Thema und sollte sich der Architektur – dem Gebauten – anpassen. z.B.: Farbgebung an Decken, Wänden und Fußböden Wahl der Materialien, Einrichtungsinventar, Dekoration, Beleuchtung ...

Visualisierung des Innenraumes, Lichtspiel durch Öffnungen in der Decke, Blick in die Natur am Ende des GangesInnenraumperspektive Entwurfsbeispiel von Flavia Biianu, Samuel Reichl, Hanno Schröder, Kim Gundlach


DESIGN FOR ALL

Gehen wir davon aus, dass unser Leben nahezu tagtäglich aus Barrieren besteht, so möchte ich hier die zwei wichtigen Barrieren unseres Daseins nennen:

"Die Barriere ins Leben" – Geburt

"Die Barriere aus dem Leben" – Tod

NICHT ALLEIN

So wie die Neugeborenen, umsorgt, behütet und mit Liebe empfangen werden, so sollte es für uns die Pflicht sein die, die uns verlassen müssen, oder wollen, würdevoll und behütet zu begleiten. Wir wollen eine Architektur gestalten, in der verschiedene Interessen einen gemeinsamen Weg gehen – für Menschen, die unsere Welt verlassen müssen oder wollen und Diejenigen, die sie begleiten. Für beide Seiten möchten wir ein würdiges Umfeld schaffen. Eine Gestaltung von stiller Ästhetik und Funktion.

Modell der Anlage in weiss mit blauen WasserflächenModell Wasser & Wege - Einbeziehen des Außenraumes in die Architektur, Entwurfsbeispiel von Dimitri Bohl, Josefine Nemetz und Katharina Eckert
Modell "Ort der Stille" : Wände mit Öfnungen in weiß, blaue Wasserwege und Terassen aus Holz mit Bäumen Modell "Ort der Stille", Entwurfsbeispiel von Dimitri Bohl, Josefine Nemetz und Katharina Eckert

SENIORENWOHNGEMEINSCHAFT & TAGESPFLEGE GALLWITZALLEE

Gemeinsam mit dem Fach Modell+Design, der Technischen Universität Berlin, unter der Leitung von Burkhard Lüdtke, haben sich Studierende der Fachrichtung Architektur Gedanken zur Um- und Neustrukturierung des Hauses gemacht. Die Ergebnisse sollen aufzeigen, welches Potential das Gebäude für die neuen Nutzungen bietet, sie sollen zum Um- und Weiterdenken anregen und erhebendabei noch keinen Anspruch darauf umsetzungsfähig und vollendet zu sein.

Das Grundstück befindet sich im Berliner Stadtteil Lankwitz. Dieser gehört zu einem der sieben Ortsteile des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf und wird hauptsächlich von kleinen Wohnsiedlungen und Einfamilienhäusern geprägt. In unmittelbarer Nähe zu dem Bauobjekt bietet der Gemeindepark Wiesen zum Entspannen, Blumenbeete, einen Teich und einen 13 m hohen Berg.

Bei dem Bestandsgebäude handelt es sich um einen für die 1950er Jahre typischen eingeschossigen Bau für die Nahversorgung. Ziel des Entwurfes ist der Umbau, bzw. der Teilabriss und Neubaufbau sowie die Neustrukturierung des Gebäudes. Das Gebäude soll auf einem Drittel seiner Grundfläche um ein Geschoss erhöht werden. Erdgeschossig sollen Räume für eine ambulante Tagespflege und im neuen Obergeschoss Räumlichkeiten für eine SeniorenWohngemeinschaft entstehen.

Illustration: Blick durch Glasfassade in die NaturVisualisierung - Offenheit und Großzügige Bewegungsräume, Entwurfsbeispiel von Sybille Pelzer, James Horkulak, Julius Fischötter und Marco Cucum
InnenraumdarstellungVisualisierung "Pultdach" - Entwurfsbeispiel von Julia Löcker und Franziskxa Herschel
GrundrissGrundriss - Entwurfsbeipiel "Pultdach"

 

Denkmalschutz und Barrierefreiheit

Über 50 Studierende der Technischen Universität Berlin analysieren, ausgerüstet mit Basiswissen zum barrierefreien Bauen, die Ziele des Denkmalschutzes hinsichtlich der Überwindung möglicher Barrieren am Beispiel der Neuen Nationalgalerie, der St. Hedwigs-Kathedrale und des Alten Stadthauses in Berlin. Ziel und Aufgabe ist dabei einerseits die Substanzerhaltung und Bewahrung kulturellen Erbes, andererseits dessen Anpassung an gesellschaftliche Anforderungen im Sinne eines zeitgemäßen Design for all.

Publikation

erschienen in deutsch und englisch

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/landesdenkmalamt/de/neuerscheinungen/

Cover der PublikationCover der Publikation, Leitfaden und Studienprojekte, Herausgeber: Landesdenkmalamt Berlin

 

Auszäge aus der Dokumentation der Studienprojekte:

Eingangssockel - Projektbeispiel St. Hedwigs-Kathedrale

Entwurf von Ivo Manov, Sebastian Stahmer und Julien Engelhardt

Das Konzept sieht vor, den Zugang der Kathedrale, welcher aus Treppen besteht, durch einen schlichten Sockel zu ersetzen. Die dem Bebelplatz zugewandte Seite wird mit einer Rampe versehen. Der Sockel schafft im Außenraum neue Aufenthaltsplätze. So kann eine Hochzeitsgesellschaft auf diesem im Freien zusammen feiern. Vor den Messen kann dieser Ort auch als Treffpunkt für die Gläubigen dienen. Der Sockel ist seitlich über eine Rampe oder über Treppen mit Handlauf in der Mitte erreichbar.

Die Setzstufen der Treppen werden mit Markierungen versehen. Diese leiten sicher auf den reaktivierten Haupteingang hin. Im Inneren werden die Sitzbänke neu ausgerichtet, um den Weg zur Mitte freizumachen. Die beiden Emporen werden miteinander verbunden. Der Chor wird von unten vor dem mittleren Eingang nach oben auf die zentrale Empore verlegt. Dabei findet die Orgel einen neuen Platz links und rechts neben dem Chor auf der Empore. So ist der Zugang über den zentralen Haupteingang wieder möglich.

Perspektive des Eingangssockels dargestellt als weißes ModellModell des Eingangssockels zur Kathedrale
Konzeptpiktogramme Barrierefreie Erschließung der St Hedwigs-Kathedrale, Veränderter Eingangssockel mit Erschließungsmöglichkeiten und Reaktivierung des HaupteingangsKonzeptpiktogramme Barrierefreie Erschließung

 

Zentralsymmetrischer Zugang - Projektbeispiel St. Hedwigs-Kathedrale

Entwurf von Anna Katharina Blume, Julius Blencke und Maximilian Kempf

Die bisherige Rampe, welche bewegungseingeschränkten Menschen lediglich den Zugang zum Hauptraum der Kathedrale ermöglicht, wird durch eine Hubtreppe in der Treppe des Haupteingangs ersetzt. Dadurch wird ein zentraler Eingang für alle geschaffen. Die additive Rampe wird entfernt und durch zwei zentralsymmetrisch angeordnete, abwärts führende Rampen ersetzt. Dies kommt nicht nur der Kathedrale selbst zugute, die dadurch aus dem Stadtraum hervorgehoben wird, viel wichtiger noch ermöglicht dies erstmals auch bewegungseingeschränkten Menschen den direkten Zugang zur Unterkirche. Da im Rahmen der Innenraumoptimierung Ober- und Unterkirche voneinander getrennt wurden, dient auch dieser Eingang fortan allen gleichermaßen.

Innenraum

Durch die Installation eines Lifts im Vorraum ist der Wechsel zwischen Ober- und Untergeschoss der Kirche möglich, ohne dass diese verlassen werden muss. Der Innenraum der Kathedrale profitiert mehrfach von der Umgestaltung.

Präsentation der Ausstellung im Architekturforum der TU Berlin am 04.02.2015Visualisierungen des Innenraumes der Oberkirche mit Blick auf Ort der Predigt und den Altar

Der Zustand wird für die gesamte Gemeinde verbessert, nicht nur für:

- sehbehinderte und blinde Menschen, die sich an den mit der Bestuhlung harmonierenden Fugen orientieren können und durch den Verschluss der Öffnung zur Unterkirche problemlos auch vor dem Altar bewegen können

- bewegungseingeschränkte Menschen, denen durch die breiten Gänge zwischen den Bänken und die Öffnung der Hauptzugangstüren mehr Bewegungsraum gegeben wird

- Menschen mit Hörbehinderung, denen durch die Neupositionierung des Chors ein "aufgeräumtes" harmonisches Klangbild gegeben wird.

- Der Chor ist jetzt als ein Teil der Kirchengemeinde angeordnet. Die Anordnung der Kirchenbänke ist harmonischer und durch die Trennung von Ober- und Unterkirche durch einen lichtdurchlässigen Boden können diese nun simultan genutzt werden, ohne jedoch den visuellen Kontakt zu verlieren.

- Das durch die Kuppelöffnung einfallende Licht leuchtet hinab bis in die Unterkirche und erhält so die Verbindung der einzelnen Geschosse untereinander.

Grundriss der Oberkirche mit Außenraum, dargestellt als Modell in braunem MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte), weiß dargestellte Sitzbänke im Innern und Rampe in die Unterkirche sowie Mittelpunkt mit weißer LED BeleuchtungModell mit LED-Beleuchtung

 

Zugang Klosterstraße - Projektbeispiel Altes Stadthaus

Entwurf von Esra Eldemir, Ruven Rotzinger, Janine Henkel Ömer Acer und Friedrich van Berkel

Das Projekt beschäftigt sich mit der Erschließung des repräsentativen Haupteingangs, der derzeit nur eingeschränkt bzw. gar nicht barrierefrei ist. Ein Lift bietet zwar die Möglichkeit, in die oberen Stockwerke zu gelangen, ist aber über die Treppen für Menschen mit Gehbehinderung nicht erreichbar.

Grundrissdarstellung mit barrierefreier Erschließung und barrierefreiem Bewegungsablauf am Eingang KlosterstraßeBewegungsablauf barrierefrei Barrierefreie Erschließung
Visualisierung des barrierefreien Zugangs Klosterstraße durch Umgestaltung des Eingangs mit steinernen Rampen links und rechts der TreppeErschließung Eingang Klosterstraße

Am Eingang des Gebäudes wird die bestehende Treppe in Richtung Straße gerückt, um so Platz für eine Rampe zu schaffen. Innerhalb des Hauses wird in die bestehende Treppe eine Hydraulik-Hebebühne montiert. Bei dieser senken sich die Stufen ab, sodass sich alle in einer Ebene befinden. Daraufhin erhebt sich diese Ebene bis zu der Höhe, in der die Treppe endet. Am hinteren Fenster wird ein Hebelift installiert. Um die Erschließung des Aufzugs zu ermöglichen, werden aus den bestehenden Fenstern Durchgänge geschaffen.

Barrierefreie Erschließung durch einen Lift am Ende des Säulengangs im Vestibül, dargestellt in einem Funktionsmodell aus braunem MDFFunktionsmodell Lift im Vestibül

 

Einschnitt - Projektbeispiel Neue Nationalgalerie

Entwurf von Evamaria Christel, Maren Krause und Martin Kupfernagel

Ein Leitsystem, welches den Besucher sicher aus dem Stadtraum in das Gebäudeinnere und wieder zurück führt, macht das Museum für alle Menschen zugänglich. Von großer Bedeutung für die baulichen Eingriffe ist der respektvolle und im Sinne von Mies van der Rohes Gestaltung nachvollziehbare Umgang mit dem denkmalgeschützten Bau.

Das Gesamtkonzept soll nicht durch An- oder Umbauten beeinträchtigt werden, zugleich sollen die baulichen Veränderungen klar erkennbar sein. Aus diesem Leitgedanken heraus entstand für die barrierefreie Erschließung des erhöhten Plateaus eine Rampe, die in den Baukörper behutsam einschneidet. Dieser Einschnitt bietet die Möglichkeit, das ehemals Vorhandene gedanklich wiederherzustellen. Zudem erhalten die Schnittflächen ein neues Material - Bestand und Eingriff werden klar ablesbar.

Die Gestaltung der Rampe formiert sich durch die Parameter des baulichen Bestandes und integriert sich behutsam in das Fugenbild der Außenraumgestaltung. Ehemals vorhandene Fugen finden sich in der Rampenoberfläche wieder und führen das Leitsystem auf die Plateauoberfläche. Um das Erscheinungsbild des Innenraums zu erhalten, planen wir für die Ausstellungsbereiche keine sichtbaren baulichen Eingriffe.

Illustration der barrierefreien Erschließung durch die Rampe die auf das Hochplateau führtSchnitt durch die Rampe
Barrierefreie Erschließung des Hochplateaus, dargestellt im Modell aus schwarzem MDF, Rampe und akustisches Leitsystem dargestellt in MessingModell

Ab den Haupt- und Nebeneingängen kann geschultes Personal bzw. technisches Equipment, wie ein Audioguide, die weitere Wegeleitführung übernehmen. Die Orientierung für Menschen mit Sehbehinderung kann durch akustische Signale im Boden erfolgen. Durch den Einsatz von verdeckten Bodenplatten mit Hohlkörpern können mittels Blindenstock unterschiedliche Geräuschsignale wahrgenommen werden.

Ein Personenaufzug gegenüber dem Lastenaufzug macht den unteren Ausstellungsbereich barrierefrei zugänglich. Die Umnutzung von Räumlichkeiten im Untergeschoss zu einem Windfangbereich ermöglicht die künftige Erschließung des umfriedeten Skulpturengartens und gleichermaßen die Wahrung der denkmalgeschützten Glasfassade.

Grundrissdarstellung mit Markierung der barrierefreien Erschließung im Erdgeschoss durch 2 Fahrstühle in den Garderoben sowie eines akustischen Leitweges für Menschen mit SehbehinderungenGrundriss des Erdgeschosses

 

Ausstellung "Denkmalschutz und Barrierefreiheit"

Präsentation im Architekturforum der TU Berlin

Die Ausstellung "Denkmalschutz und Barrierefreiheit" wurde am 04.02.15 an der TU Berlin im Forum des Instituts für Architektur erstmalig präsentiert. Das Interesse und die Anzahl der Besucher waren überwältigend. Zahlreiche Vertreter der Barrierefreiheit genossen die Werke der Studierenden. Anwesend waren prominente Gäste verschiedener Institutionen:

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),
Bundeskompetenzzentrum Barrierefrei,
Deutscher Blinden – und Sehbehindertenverband (DBSV),
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg,
Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
Erzbistum Berlin,
Behindertenverband Leipzig,
Architekturbüro Chipperfield,
Architektenkammer Berlin-Brandenburg,
Wohnungsverband Berlin-Brandenburg,
Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt,
Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes Berlin,
Mitarbeiter verschiedener Bezirksämter Berlins,
Architekten und Landschaftsplaner.

Die Wanderausstellung zum Thema Denkmalschutz und Barrierefreiheit an der Neuen Nationalgalerie, dem Alten Stadthaus und der St. Hedwigs-Kathedrale wird in den kommenden Monaten durch Berlins Bezirke ziehen, bevor sie auf Europareise geht, um für ein "Denk - mal für alle", ein Um- und Weiterdenken, auch in der Ausbildung der Architekturstudierenden zu werben!

- - - Link zum Artikel in der TAZ vom 04.02.2015 - - -

Präsentation der Ausstellung im Architekturforum der TU Berlin am 04.02.2015Präsentation der Ausstellung im Architekturforum der TU Berlin am 04.02.2015
Präsentation im Architekturforum der TU BerlinPräsentation der Ausstellung im Architekturforum der TU Berlin am 04.02.2015
Präsentation im Architekturforum der TU BerlinStudierende präsentieren ihre Arbeiten den Besuchern
Präsentation im Architekturforum der TU BerlinImpressionen von der Präsentation im Architekturforum

 

Das Ausstellungssystem

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Es gibt bisher zahlreiche Anfragen verschiedener nationaler und internationaler Institutionen. Über die nächsten Ausstellungstermine werden sie auf dieser Webseite informiert.

Aufbau, Abbau und Transport

Das Ausstellungssystem ist variabel, leicht auf- und abzubauen und nicht zuletzt kostengünstig.Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann leicht von Ort zu Ort mit einem Sprinter transportiert werden. Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

Illustration des Ausstellungsaufbaus in 3 Schritten: Schritt 1 - Auspacken der Kiste und des Aufstellers sowie des Modells aus der Kiste, Schritt 2 - Aufbau: Aufsteller aufrichten und umgedrehte Kiste auf Sockelfüsse aufsetzen Anschließend Kiste mit Aufsteller verbinden, Schritt 3 – Fertigstellung: Aufsteller platzieren und Modell auf die Kiste stellen welche als Modellsockel dient?Illustration des Ausstellungssystems / Schritt 1: Auspacken von Kiste und Aufsteller, Modelle aus der Kiste auspacken - Schritt 2: Aufbauen, Aufsteller aufrichten umgedrehte Kiste auf Aufstellerfüße aufsetzen, Kiste mit Aufsteller verbinden - Schritt 3 - Fertigstelle, Aufsteller platzieren, Modell auf die Kiste stellen

Präsentation der Seminarergebnisse Umgestaltung Hauptgebäude & BH-Gebäude

Die Arbeiten wurden am 04.02.2015 im Forum des Architekturgebäudes präsentiert.

Zu Gast waren der Präsident der TU Berlin Prof. Dr. Christian Thomsen und der Leiter des Abteilung Gebäude- und Dienstemanagement der TU Berlin, Herr Martin Schwacke, sowie zahlreiche weitere TU Mitarbeiter und Gäste.

- - - Hier gehts es zum Bericht im Tagesspiegel vom 04.02.2015 - - -

In Kooperation mit dem Gebäude- und Dienstemanagement der Technischen Universität Berlin und dem Fach Modell+Design wurden in zwei Seminaren mit Studierenden Lösungsansätze für die Umgestaltung verschiedener Bereiche des Hauptgebäudes und für die Nutzung des Erdgeschosses des Gebäudes Bergbau & Hüttenwesen erarbeitet. Die entstandenen Entwürfe in Modell und Bild regen zum Um- und Weiterdenken an.

Rundgang durch die Präsentation mit dem Präsidenten der TU BerlinRundgang durch die Präsentation mit dem Präsidenten der TU Berlin
Rundgang durch die Präsentation mit dem Präsidenten der TU BerlinRundgang durch die Präsentation mit dem Präsidenten der TU Berlin